Chirurgen für Afrika - Humanitäre Einsätze für die chirurgische Versorgung in Entwicklungsländern

Konzept

Hernien (dazu zählen vor allem Leistenbrüche) sind in Afrika eine der häufigsten Krankheitsbilder - sie führen oftmals zur Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit. Die Betroffenen können sich und ihre Familien dann nicht mehr ernähren. Hernienoperationen ermöglichen es den Patienten, wieder selbstständig den Lebensunterhalt zu verdienen.

Unsere humanitären Einsätze dienen der Behandlung von Patienten mit Leisten- und Bauchdeckenbrüchen, die ansonsten keinen Zugang zu einer operativen Versorgung haben. Im Fokus stehen dabei vor allem die afrikanischen Entwicklungsländer. Um eine Nachhaltigkeit der Projekte zu ermöglichen werden die dort tätigen Chirurgen während dieser Zeit durch unsere OP-Teams ausgebildet. 

Die humanitären Einsätze erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der britischen Hilfsorganisation Operation Hernia. Prof. Andrew Kingsnorth aus Plymouth(England), ehemaliger Präsident der European Hernia Society, begründete diese britische Non-profit-Organisation im Jahre 2005 und koordiniert weltweit die Missionen der freiwilligen Helfer. Darüber hinaus unterhält Operation Hernia sowohl Verbindungen zum American College of Surgeons als auch zur Giving-Back-Fundraising-Organisation.

Die Finanzierung unserer gesamten Projekte erfolgt über Geldspenden, Sachzuwendungen und seitens des Arbeitsaufwands unserer Teilnehmer, die einen Teil ihres Urlaubs dafür verwenden.

Aktuell

Im März 2017 waren wir mit einem 32-köpfigen deutsch-britischen Team unter der Leitung von Dr. Chris Oppong und Dr. Ralph Lorenz zum vierten mal in Ruanda. Zuvor fand der nunmehr zweite zentrale Workshop für Hernienchirurgie erstmals an der Universität CHUK in Kigali statt. 17 Weiterbildungsassisten aus Ruanda nahmen an diesem Weiterbildungskurs teil.

Nach dem zweitägigen theoretischen Basiskurs wurde das praktische Training in fünf Krankenhäusern Ruandas komplettiert. Die OP Teams waren in folgenden Distrikt- und Provinz-Krankenhäusern Ruandas tätig: Gahini, Kigeme, Kigali Kirinda und Rwamagana.

Der nächste Einsatz in Ruanda wird voraussichtlich im Januar/ Februar 2018 stattfinden.

Bitte unterstützen Sie diese nachhaltigen Projekte für die Hilfe zur Selbsthilfe!

Einen ausführlichen Bericht zum Einsatz 2017 aber auch zu den zurückliegenden Einsätzen finden Sie unter dem Menüpunkt >> Projekte.

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